DIE TRANSSIBIRISCHE UND TRANSMONGOLISCHE EISENBAHN – EIN KURZER ÜBERBLICK

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Wie heißt das denn jetzt? Transmongolisch oder Transsibirisch? Ist das echt nur ein Zug? Das ist doch total teuer! Wir räumen mit den größten Missverständnissen auf, geben euch einen ersten groben Überblick über die Klassen und Preise und verraten, wie es für uns weitergeht.

Auf uns warten in Deutschland zwei Scratch-Maps. Zwei Weltkarten, auf denen wir die besuchten Länder von ihrer goldenen Schicht befreien und so die Karten mit immer mehr bunten Flecken einfärben werden. Russland ist nicht nur einer dieser bunten Flecken. Er ist DER bunte Fleck, der alles farbig erscheinen lässt. Er ist riesengroß und nimmt mehr als ein Achtel der bewohnten Landmasse der Welt ein. Russland grenzt im Westen an Polen und im Osten kann man (fast) bis nach Alaska rüber spucken. Vorausgesetzt natürlich, man kann das 85 km weit. Doch bei den Dimensionen dieses Landes, ist das doch ein Klacks.

Jedenfalls werden wir uns diesen Fleck verdienen! Ab dem 8. Mai 2018, 19:40 Uhr! Dann steigen wir in die TRANSMONGOLISCHE EISENBAHN!

 


Hä? Heißt das nicht Transsibirische Eisenbahn?


„Seid ihr blöd? Wisst ihr denn nicht, wie das heißt, womit ihr fahrt?“ fragt sich vielleicht jemand unter euch. „Das heißt doch transsibirisch!“ Und wir antworten „jain, transmongolisch ist ab einem bestimmten Abschnitt schon richtig“. Verwirrung.

Moment. Noch einen kurzen Schritt zurück. Noch mehr Verwirrung. Räumen wir erst einmal mit einem weiteren Missverständnis auf: Es handelt sich zunächst einmal nicht nur um eine Eisenbahn, die von Moskau gen Osten fährt. Es sind viele Eisenbahnen, ein ganzes Streckennetz, die zu verschiedenen Uhrzeiten an verschiedenen Stationen halten und so langsam ihren Weg bis nach Osten bahnen. Oder eben nach Westen, wenn man die ganze Strecke anders herum fahren möchte.

Da gibt es dann die Züge, die nur durch Sibirien fahren. Heißt von Moskau nach Vladivostok. Sechs ganze Tage dauert die Fahrt, wenn ihr extrem viel Sitzfleisch habt und die Reise in einem Rutsch durchfahren möchtet. Wählt ihr die Route, handelt es sich tatsächlich um die berühmte Transsibirische Eisenbahn. Nur durch Sibirien – transsibirisch. Ihr versteht.

Dann kommen aber wir. Wir wollen nicht nach Vladivostok. Wir wollen nicht nur in Sibirien bleiben. Wir wollen nach China. Über die Mongolei. In dem Fall spricht man von der Transmongolische Eisenbahn. 

Wenn man es ganz genau nimmt, nehmen wir für unseren ersten Stop „kurz“ die Ural-Route, um nach Kazan zu kommen, die dann über Yekatarienburg zurück auf unsere eigentliche Route führt. Aber das geht jetzt zu sehr ins Detail. Der Einfachheit halber werden wir für unsere Reise bei „Transmongolische Eisenbahn“ bleiben.

Immer noch Verwirrung? Vielleicht hilft ein Bildchen zum besseren Verständnis. Kleiner Hinweis: Auch wenn die Karte die Transmongolische Route erst ab Ulan-Ude definiert, kann man die gesamte Strecke zwischen Moskau und Peking als Transmongolische Eisenbahnstrecke bezeichnen.

Karte Transmongolischen

Quelle: http://transsiberian.co/de/transsiberianroutes.html

 


Zugklassen: Vom luxuriösen Doppelabteil zum Großraumschlafwagen


Wie immer im Leben, hat Luxus seinen Preis. Den merken wir deutlich, wenn es um den Fahrkartenkauf für diese berühmte Strecke geht.

Reisende in der ersten Klasse können sich über ein geräumiges Abteil mit lediglich zwei Betten freuen. Eine Besonderheit, die sich in den anderen Klassen nicht findet: Eine mit dem Nachbarabteil geteilte Dusche und bestimmt noch viel mehr Schischi. Das haben wir jedoch unserem Reiseführer entnommen, denn wir werden nicht in einem solchen Abteil reisen.

Die zweite Klasse kupe ist in etwa halb so teuer wie die erste Klasse. Zu den konkreten Zahlen kommen wir in einem späteren Beitrag. Dort findet ihr dann auch viel mehr Infos zum Reisen mit der Transsibirischen bzw. Transmongolischen Eisenbahn und auch eine genaue Anleitung, wie man Tickets vor Ort buchen kann.

Zurück zur zweiten Klasse: Diese Wagen bieten ebenfalls die Annehmlichkeiten eines geschlossenen Abteils, das sich dieses Mal vier Personen in Doppelstockbetten teilen. Eine Dusche gibt es nicht, hier bleibt nur die Zugtoilette. Wer etwas Besonderes erwartet, den müssen wir leider enttäuschen. Dabei handelt es sich um eine „Kompost“-Toilette, bei der die „Entleerung des Körpers“ einfach auf die Schienen geschickt werden.

Kommen wir nun zur letzten, der dritten Klasse platskart. Ein Ticket erhält man für überraschend wenig Geld. Auch hier halbiert sich der Preis in etwa zur „Vorklasse“. Das hat auch seinen Grund. Statt einem abgeschlossenen Abteil mit vier Personen, finden in diesem Großraumschlafwagen bis zu 54 Personen in Doppelstockbetten Platz.


Und in welcher Klasse fahren wir?


Wir wollen es gleich richtig wissen und haben uns für unsere erste Strecke Moskau – Kazan in die dritte Klasse eingebucht. Was wir dafür gezahlt haben, erfahrt ihr hier.

Unsere vorherigen Stops Moskau und Sankt Petersburg waren bereits wunderschön, doch es fühlte sich eher wie ein Städtetrip während eines Kurzurlaubs an. Das richtige Abenteuer beginnt JETZT!

3 Gedanken zu „DIE TRANSSIBIRISCHE UND TRANSMONGOLISCHE EISENBAHN – EIN KURZER ÜBERBLICK

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