Indonesien: Strand- und Tauchurlaub in einem muslimischen Land

Ohne Titel

„Strand! Meer! Entspannung! Tauchen!“ schreit es immer lauter in unseren Köpfen. Hier hat wohl jemand Urlaub im Urlaub nötig. Zack. Gebucht. Doch eine ganz wichtige Sache haben wir dabei übersehen …

So sehr wir unsere Zeit in China genossen haben, so sehr brauchen wir jetzt etwas Entspannung, weniger Menschen um uns herum und vor allem Meer! Das hatten wir auf unserer Reise bisher noch gar nicht. Wir träumen von türkisblauem Wasser, weißem Sand, am Strand im Bikini und Badehose liegen und die Seele baumeln lassen. Vielleicht noch ein Cocktail in der Hand. Das wäre doch nett.

 


HONGKONG GAB UNS DEN REST


Dieses Bedürfnis hatte sich in den letzten Tagen in China in uns gefestigt. Es war praktisch granithart.

Wir hatten das Ausreisedatum aus China verrafft und so blieben uns nur noch zwei statt der gedachten vier Tage im Land. Das hieß in der Zeit musste unser Sightseeing-Programm komprimiert, ein Weg aus dem Land gesucht (über Hongkong), Zugtickets gekauft und Hostels gebucht werden. Unser Innerstes war gestresst.

Nach dem Massenauflauf am Li River, der zwar sehr amüsant aber auch anstrengend war, folgte eine noch größere Menschenmasse am Bahnhof von Guilin, als wir nach Guangzhou wollten, um am nächsten Tag nach Hongkong auszureisen (🎥 VLOG). Und die meisten Menschen erwarteten uns in Hongkong. Eigentlich nichts, was wir uns nicht hätten denken können. Doch langsam lagen unsere Nerven blank.

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Metropole Hongkong. Die Stadt pulsiert.

In Hongkong angekommen hatten wir kein größeres Bedürfnis als sofort in den Flieger zu steigen und zu verschwinden. Wir fühlten uns in der Stadt eingepfercht und vor allem in unserem Zimmer. 7 qm für 25 Euro pro Person. So viel hatten wir bisher noch nie für ein Zimmer gezahlt. Und so klein war unser Zimmer noch nie gewesen.

Es reichte uns. Sobald wir Internet hatten, suchten wir uns eine Flugverbindung. Doch wohin?

 


UNSER ZIEL: INDONESIEN.
DOCH WIR HABEN DA WAS ÜBERSEHEN


Unsere Wahl fiel auf Indonesien. Tauchen! Strand! Es klang perfekt. Wir wollten jedoch nicht nach Bali oder die anderen Backpacker Hotspots. Was wir suchten, war ja Entspannung.

Nach vielen Überlegungen fiel unsere Wahl auf Pulau Weh, eine Insel ganz im Norden von Sumatra. Nachts um 2 Uhr buchten wir die Flüge für den gleichen Tag. Einen Tag später sollten wir unseren Strand erreichen. Ein Stein fiel von unserem Herzen und wir fielen schlagkaputt ins Bett.

Was wir jedoch nicht beachtet hatten: Indonesien ist muslimisch, Sumatra konservativ, Banda Aceh, zu dessen Kreis Pulau Weh gehört, SUPER konservativ.

Konservativ muslimisch und Strand? Ob das funktioniert?

 


AM STRAND MIT LANGER HOSE


Mehr so mittelmäßig. Abgesehen von einem schmalen Strandstreifen etwa 200 m von unserem Hostel entfernt, sind Badeanzug, Bikini und Badehose plus freiem Oberkörper nicht erlaubt. Hier wird mit T-Shirt und bedeckten Knien geschwommen. Der Bikini sollte außerhalb der Räume der Tauchschule verhüllt werden.

Alkohol ist nicht erlaubt und wird eher heimlich in einer einzigen Bar eines Hostels  ausgeschenkt.

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Endlich. Unser Meer! Wir brauchten eine Weile, bis wir realisierten, dass wir wirklich hier sind.

Es war nicht ganz das, was wir im Sinn hatten, als wir träumten.

Wir fühlen uns schon eingeschränkt, wenn wir uns in der Hitze in Jeans und T-Shirt schlüpften (sehr viele Kleidungsoptionen hatten wir nicht), während wir lieber in Bikini und Badehose am Strand liegen würden. Vielleicht sogar ein Cocktailchen schlürfen. Ab und zu gestatten wir uns selbst innerhalb des kleinen Ortes Iboih, in dem wir wohnen und tauchen, auch mal kurze Hose und Top zu tragen. Doch dabei fühlen wir uns auch nicht ganz wohl. Sobald wir dann auf der Insel unterwegs sind, werden wieder die gesitteten Kleidungsstücke aus dem Rucksack gekramt.

 


UNTER WASSER HABEN WIR EH EINEN NEO AN


Doch glücklicherweise gibt es einen anderen Freizeitmittelpunkt während unserer Woche auf Pulau Weh! Und hierfür schlüpfen wir sowieso in einen Neo.

Ein Gedanke zu „Indonesien: Strand- und Tauchurlaub in einem muslimischen Land

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