NACH DER WELTREISE ZURÜCK IN DEUTSCHLAND – INTERVIEW MIT UNS SELBST

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Nach unserer einjährigen Weltreise sind wir seit knapp zweieinhalb Monaten wieder zurück in Deutschland. Wie sich das anfühlt? Ob wir uns schon wieder eingelebt haben? Ob uns das Fernweh überrumpelt? Ob die Reise uns verändert hat? Wie viel unsere Reise gekostet hat und ob wir jetzt, wo wir wieder in Braunschweig sind, noch was von uns hören lassen werden? Die Antworten gibt’s hier in unserem Interview mit uns selbst. Offen, ehrlich und mit einer Menge Gefühl. 

Es ist soweit. Es ist vorbei. Nach unserer einjährigen Weltreise sind wir tatsächlich seit Mitte April wieder in Deutschland. Kaum zu glauben. Wir wohnen wieder in unserer Wohnung, schlendern wieder durch unser Braunschweig, haben unsere Familien und Freunde wieder umarmt, haben uns wieder zum Wiener Walzer durch die Tanzschule gedreht, haben (endlich) wieder Sport gemacht und einer von uns arbeitet bereits seit sechs Wochen wieder. 

Nach und nach haben wir die Fäden unseres Leben, die wir vor und für unsere Reise nacheinander gelöst haben, wieder aufgenommen. Die meisten jedenfalls. Es sind aber auch neue dazugekommen, die wir in unser, wie wir es nennen, „neues altes Leben“ geflochten haben. 

Zurückkommen ist komisch und irgendwie auch nicht.

 

INTERVIEW MIT ANKE UND PRZEMEK
ÜBER DIE RÜCKKEHR NACH DEUTSCHLAND

DIE FRAGEN
Wie ging eure Reise weiter? | Warum habt ihr diese Route als Heimweg gewählt? | Wie ist es zurück zu sein und habt ihr euch wieder eingelebt? |Habt ihr gerade Fernweh? | Habt ihr euch durch die Reise verändert? | Wie viel hat eure Weltreise kostet? | Wie geht es mit weltBEATS weiter?

 


BEVOR WIR ÜBER EURE RÜCKKEHR SPRECHEN, GEBT UNS DOCH MAL EINEN KURZEN ÜBERBLICK DARÜBER, WIE EURE REISE SEIT DEM LETZTEN INTERVIEW WEITERGING.


👩🏻🧑🏼: Sehr gerne. Also … nach unserer Halbzeit in Sri Lanka, wo wir unser letztes Interview mit uns selbst gegeben haben, verließen wir schweren Herzens unser wunderschönes Strandhaus und stiegen in den Flieger, der uns in unser siebtes Land brachte: Indien. Uns ging ganz schön die Muffe. Schließlich hatten wir bereits so viele Geschichten über das Land gehört und warteten praktisch nur auf den Kulturschock. Doch der blieb erstmal aus und wir wurden positiv von Indien überrascht! …. bis uns der Schock zum Ende zusammen mit einer Lebensmittelvergiftung doch noch erwischte. Der Klassiker.

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Das Taj Mahal ist einfach nicht von dieser Welt! Land Nr. 7: Indien.


UNSER 8. LAND: JAPAN
Als wir Indien nach einem Monat verließen und nach Japan flogen, atmeten wir auf. Bereits am ersten Tag merkten wir, dass dieser krasse Wechsel vom teilweise zu anstrengenden Indien zum Service-Himmel Japan genau das richtige für uns war. Wir schwankten während unseren 1,5 Monaten in Japan zwischen völliger Verzuckerung und Lethargie. Warum Lethargie? Das werdet ihr bald erfahren.

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Völlige Verzuckerung in unserem 8. Land: Japan. Die Familie unseres Hostel in Fujiyoshida war so herzlich und süß, dass es uns schwer fiel zu gehen.


WARUM ERST BALD?
Denn irgendwo hier in Japan enden unsere Blogbeiträge und Weltreise-Vlogs (Stand: Juni 2019). Wir haben es während unserer Reise nicht geschafft aufzuholen und sind mittlerweile so weit in Verzug, dass wir letztens erst Silvester in Japan auf Youtube und hier auf dem Blog gefeiert haben. Frohes Neues also 🥳. 

Aber keine Sorge! Wir werden unsere Weltreise zu Ende erzählen und klemmen uns so gut es im Alltag und nach Feierabend geht hinter die Laptops und schneiden und schreiben weiter. Wie ihr gleich sehen werdet, haben wir noch sehr viele Geschichten zu erzählen! Also weiter geht’s …


UNSER 9. LAND: SINGAPUR
In Singapur erwachten unsere Lebensgeister wieder, wir feierten unser zweites Silvester auf der Weltreise und erlebten in dieser multikulti-Stadt einen Flashback nach dem anderen. 

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Chinesisches Neujahr in unserem 9. Land: Singapur

Als wir eine Woche später wieder am Flughafen in Singapur waren um auszureisen, trauten wir unseren Ohren nicht. Wir durften nicht einchecken! Wir durften nicht fliegen! Einfach … nein! Als uns das die Damen am Check-In sagten, fiel uns alles aus dem Gesicht. Neben dem nächtlichen Einbruch in unser Zimmer in Sri Lanka gehört dieser Moment zu den schlechtesten Erlebnissen unserer Reise.

Warum und weshalb? Das erfahrt ihr dann auf unserem Youtube-Kanal und hier auf dem Blog. Gemein, wissen wir. Aber es soll ja spannend bleiben 😉.

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Unser Schlafplatz am Flughafen, nachdem wir nicht einchecken durften. Der Flieger hob ohne uns ab.


UNSER 10. & 11. LAND: VAE & OMAN
Schließlich schafften wir es doch, Singapur zu verlassen und flogen über die Vereinigten Arabischen Emirate in den Oman und dieses Land zog uns die Schuhe aus. Das Highlight unserer Reise! 

Wir erlebten die absolute Freiheit auf unserem zehntägigen Roadtrip durch den Oman. Schlugen das Zelt auf, wo wir wollten. Fuhren hin, wohin wir wollten. Hatten kaum Strom, geschweige denn Internet und stöpselten uns von der digitalen Welt wortwörtlich ab. Die Landschaft war so anders. So rau. Einmal fuhren wir uns sogar mit dem Auto im Sand fest. Einfach der Hammer! Wir freuen uns so mega darauf, euch all die kleinen und großen Abenteuer dieses Roadtrips zu erzählen und zu zeigen!

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Wir stecken irgendwo mitten im Oman im Sand fest. Der Roadtrip durch das 11. Land unserer Weltreise war unser Highlight!

Außerdem arbeiteten wir im Oman zum vierten Mal auf unserer Weltreise – Volunteering 4.0 – und lernten Land und Leute noch einmal von einer ganz anderen Seite kennen. Seitdem ist Anke übrigens auch Vegetarierin. Przemek aß noch drei Wochen weiter Fleisch. Dann war auch bei ihm Schluss. Wie es dazu kam? Schön weiterlesen – dazu erzählen wir gleich mehr.

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Mit Said (links) und Waleed haben wir im Oman zusammengearbeitet. Es war eine großartige Zeit!!


HEIMREISE ÜBER LAND 12, 13 & 14

Im Oman wurde uns aber auch das erstes Mal so richtig bewusst, dass es wirklich bald nach Hause gehen wird. Klar, das wussten wir von Anfang an. Aber das war bis zu diesem Zeitpunkt nur eine Tatsache, kein Gefühl. Das Gefühl überrumpelte uns nun immer öfter.

Umso glücklicher waren wir über unser Wahl der Länder nach dem Oman: Unsere sehr langsame Heimreise über Marokko nach Europa begann.

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Vor dieser wunderschönen Kulisse im Oman wurde uns das erste Mal so RICHTIG bewusst, dass unsere Reise wirklich bald zu Ende sein wird.

Übrigens: Hier findest du jedes unserer Fazits zu den einzelnen Ländern unsere Weltreise, wo wir die Frage beantworten „Und? Wie war’s in …?“.

 


WARUM HABT IHR DIESE ROUTE ALS HEIMWEG GEWÄHLT?


👩🏻🧑🏼: Wir hatten uns vorher viele Gedanken darüber gemacht, über welche Länder wir nach Hause kommen wollen. Wir wollten keinen Rückkehr-Kulturschock, nicht in ein Loch fallen, nicht von Fernweh geplagt werden, sobald wir unsere Wohnungstür öffnen. 

Deshalb sollte es langsam gehen, so wie wir langsam mit der Transmongolischen Eisenbahn gestartet sind. Marokko schien uns nach dem Oman eine gute Annäherung an Europa, schon allein aufgrund seiner Lage. Wir würden wahrscheinlich viele europäische Touristen treffen, da Marokko nur einen Katzensprung entfernt liegt. Vertraute Gesichtszüge in einem fremden Land.

Außerdem tricksten wir uns selbst aus: Ein großer Wunsch stand auf unserer Weltreise-Liste noch aus: Surfen gehen! Das wollten wir kurz vor Ende noch in Marokko machen. Also buchten wir eine Woche Surfcamp bei Taghazout und was besonders schön war: Ein Freund aus Braunschweig buchte sich dazu und surfte mit uns. Es gab also etwas, worauf wir uns freuten, obwohl das Ende unserer Reise näher rückte. Denn so ganz wollten wir eigentlich nicht zurück.

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Weltreisewunsch Surfen: Check! Wir tricksten uns aus und setzen diesen Wunsch in den vorletzten Monat unserer Reise. So hatten wir etwas, worauf wir uns freuen konnten. Schön, dass du da warst, Fabian!

Zwar freuten wir auch darauf, unsere Familien und Freunde wiederzusehen, aber das bedeutete auch, dass wir bald wieder arbeiten müssen und hey – wer hat nicht gerne frei? Ganz zu schweigen von den vielen Orten dieser Welt, die wir noch entdecken wollen! Das muss dann wieder während des Jahresurlaubs abgehakt werden. Dann werden wir nur noch von Tagen, maximal Wochen in einem Land sprechen, nicht von Monaten. Können uns nicht mehr einfach so treiben lassen, denn so ein Urlaub muss bei begrenzter Zeit zumindest grob geplant werden. Aber was erzählen wir euch das? Ihr kennt es ja (leider) … also zurück zum Heimweg.


ÜBER EUROPA
Nach Marokko sollte es aber immer noch nicht direkt nach Deutschland gehen. Stattdessen fuhren wir mit dem Zug von Granada über Barcelona nach Paris.

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Der Eiffelturm als letztes Motiv. Wenn schon denn schon, was?

Die Stadt der Liebe als Ende einer Weltreise. Der Eiffelturm als letztes Motiv. Ein Knaller als Ende.

Wir können gar nicht so richtig beschreiben, wie es war, wieder in Europa zu sein. So anders, so frei. Die letzten knapp zwei Monate in muslimischen Ländern ließen uns das fast vergessen.

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Einfach wieder öffentlich Pärchen sein können <3!

Tja, und danach ging’s dann schlussendlich nach Deutschland. Doch immer noch nicht nach Braunschweig, denn wir verbrachten Ostern bei Ankes Familie. Und das bedeutete Ostereier suchen, Ankes Freundin aus der Heimat besuchen, (sehr) viel Kuchen essen und mit unzähligen Latte Macchiatos in der Sonne auf der Terrasse im Grünen zu sitzen.  So eine Rückkehr könnte definitiv schlechter sein. 

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Die Tage in Ankes Heimat waren so frei, ohne Verpflichtungen und voller Wiedersehensfreude.

Aber dann … dann ging’s wirklich nach Braunschweig. Am 23. April 2019, nach 362 Tagen, öffneten wir wieder die Tür zu unserer Wohnung. 

 


WIE IST ES ZURÜCK ZU SEIN UND HABT IHR EUCH WIEDER EINGELEBT?


Das ist die Frage, die uns oft gestellt wurde und die Frage, die wir anderen Heimkehrern gestellt haben. Sie ist gar nicht soo leicht zu beantworten, denn die Antwort fällt je nach Tagesform etwas anders aus. Auch gibt es bei uns im Moment einen ganz großen Unterschied, wodurch das „zurück sein“ für jeden etwas anderes bedeutet: Przemek arbeitet bereits wieder, Anke noch nicht. 

SIE ANTWORTET 👩🏻: Gerade befinde ich mich in einer Art Pufferzeitzone zwischen der Weltreise und dem Leben, in das sich wieder „eingelebt“ werden soll. Heißt, ein Leben mit Job. Okay, nennen wir das Kind beim Namen: Ich bin arbeitslos und lasst euch gesagt sein – das finde ich nach so einer Reise schon ziemlich schön … unter der Voraussetzung, dass ich weiß, wie es weitergehen wird …

Ich habe meinen Job vor der Weltreise gekündigt, aber nicht für die Weltreise. Also klar, zeitlich war das abgepasst, aber das war nicht der Grund. Ich wollte mich beruflich verändern. Während der Reise rumorte es in meinem Kopf, denn früher oder später musste ich schließlich eine Entscheidung treffen. Etwa zur Halbzeit fiel sie dann auch. Etwa zwei Monate lang ließ ich sie sacken und fühlte, ob es wirklich das ist, was ich möchte. Es wäre eine radikale Änderung. Praktisch ein Neuanfang. Die Entscheidung blieb.

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Die Kündigung war für mich die absolut richtige Entscheidung! Ich war frei und musste mich ganz neu umschauen. Das hat mir den letzten kleinen Kick gegeben, mich neu zu orientieren.

Also schickte ich die Bewerbung raus, setzte vor Kurzem meine Unterschrift unter den Vertrag  und damit ist es offiziell: Ich werde ab August eine Ausbildung zur Mediengestalterin machen. So richtig mit Berufsschule und so.

Das ist der Job, den ich schon seit mehreren Jahren eigentlich gerne gemacht hätte, nur konnte ich die dafür notwendige Ausbildung nicht vorweisen. Ich hatte schließlich Tourismusmanagement studiert und im Veranstaltungsbereich gearbeitet. Aber jetzt dachte ich mir … wenn nicht nach dieser Reise – wann dann?

Dadurch habe ich insgesamt drei Monate Zeit, um ganz in Ruhe in Braunschweig anzukommen, Familie und Freunde länger zu besuchen, als es sonst möglich ist, Blogs aufzuholen und mich ausgiebig Themen zu widmen, die uns auf der Reise wichtig geworden sind (dazu später mehr). Und dann folgt ein Job, auf den ich mich sehr freue und in dem ich viele neue tolle Dinge lernen werde, die ich schon lange lernen wollte! Besser könnte der berufliche Wiedereinstieg für mich nicht sein. 

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Lustig, es gibt sogar ein Foto davon: Hier schreibe ich gerade meine Bewerbung im Hostel in Tokio. Januar 2019.

So weit so gut. Doch zu einer Rückkehr gehört nicht nur der Beruf, sondern auch die Veränderung der Beziehung, jetzt wo wir wieder im „alten“ Umfeld sind. So gerne ich auch in den Tag hineinlebe und ich mich wirklich nicht beschweren kann … mir fehlen die vielen gemeinsamen Stunden mit Przemek. Unsere Zeit beschränkt sich jetzt – logischerweise – auf Przemeks Feierabend zwischen Sport und Freunden. Wir kochen, wir essen, wir erzählen uns vom Tag und es ist Zeit für’s Bett. Wochenenden vergehen sowieso wie im Flug. … doch was erzähle ich euch das groß? Auch das kennt ihr …

Die Sache ist die: Schienen vorher 24/7 als Paar aufeinander zu hängen ungewohnt (obwohl wir uns da ja nie Gedanken drüber gemacht haben, dass das nicht klappen könnte), so ist es jetzt komisch, das nicht mehr zu können. Die Zeit hat uns so zusammengeschweißt, wir hatten die Möglichkeit in einer nie erwarteten Intensität und Ausführlichkeit über Gedanken, Träume, Vorstellungen und Themen jeglicher Art zu sprechen. Über uns. Über die Welt. Einfach über alles. Das fehlt mir.

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So viel Zeit zusammen auf der Reise!

Dadurch, dass wir uns so intensiv miteinander auseinandergesetzt haben und wir das gleiche auf unserer Reise erlebt haben, haben wir das Gefühl, dass wir im anderen ein Stück Weltreise mit nach Deutschland genommen haben. Lustig … gerade wo ich diese Worte schreibe fällt mir auf, dass wir während der Reise etwas ähnliches, nur anders herum gesagt haben. „Damals“ bezeichneten wir uns gegenseitig als unsere „Comfort Bubble“, die mit uns reist. Ein Stück Zuhause in der Ferne.

Auch wenn es Momente gibt, in denen ich (sehr) traurig bin, dass unsere Reise zu Ende ist, geht es mir im Moment sehr gut hier. Das Schöne und vor allem Wichtige ist, dass wir vor unserer Reise bereits ein tolles Leben hatten, in dem wir uns wohl fühlten und in das wir zurückgekehrt sind.

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Cheers am Abend unserer Rückkehr. Fun Fact: Diesen Hut hätte ich fast mit auf die Reise genommen (weil ich ja sonst auch so oft Hüte trage). In meiner Vorstellung sah ich mich damit schon in der Mongolei zwischen Yaks sitzen. Den Hut schleppte ich sogar noch bis zu meiner Familie. Da kam ich dann aber zur Vernunft.

Wir sind also nicht vor etwas weggelaufen, sondern zu etwas hin – zu einer fetten, epischen Reise. Freunde und Familie haben uns aufgenommen, als wären wir nie weg gewesen – danke dafür ihr Lieben! – wir wohnen wieder in unserer geliebten Wohnung, in einer schönen Stadt und gehen wieder den Dingen nach, die wir vor unserer Reise bereits gerne gemacht haben. Und der Sommer kommt! Sonne macht glücklich.

Außerdem haben wir neue Interesse aus unserer Reise mitgebracht und haben uns darauf gefreut uns noch stärker damit beschäftigen zu können und sie zuhause umzusetzen. Wovon ich rede? Gleich kommt’s.

Ihr seht. Wir haben uns schon auf der Reise intensiv mit der Rückkehr beschäftigt, sind langsam zurückgekommen und haben dafür gesorgt, dass es Dinge gibt, auf die wir uns freuen können. Ich denke, dadurch haben wir für uns die besten Voraussetzungen dafür geschaffen, um nach der Reise weiterhin glücklich im „alten Leben“ zu sein. Oder wie wir es durch die Veränderungen nennen „neues altes Leben“.

Kommen wir nun zu Przemek, der schon wieder voll ins Arbeitsleben eingestiegen ist:

ER ANTWORTET 🧑🏼: Lass uns mal mit der ersten Hälfte der Frage anfangen: „Wie ist es, zurück zu sein?“. Wenn ich die Frage ganz kurz mit Stichworten beantworten müsste, würde die Antwort ungefähr so lauten: Ganz anders. Unvergleichbar. Erneute Verpflichtungen. Anstrengend. Trotzdem irgendwie schön.

Doch ich möchte es dir genauer erklären.


„Das Leben ist wie ein Buch – um ein neues Kapitel zu beginnen, muss man das Vorhergehende abschließen“© Pavel Kosorin.


KAPITEL „WELTREISE
Bevor wir im letzten Jahr auf Weltreise gegangen sind, arbeiteten wir in unserem Buch gerade am Kapitel „Alltag. Am 1. Mai 2018 schrieben wir den letzten Satz und schlugen ein neues Kapitel auf. Es heißt Weltreise. Damit veränderten wir unser Leben. Drastisch. Auf einmal war alles anders. Es war das Jahr meines Lebens!

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1. Mai 2018. Der Start unserer Weltreise! Der erste Satz in unserem neuen Kapitel!

Ich erlaube mir, das Kapitel „Weltreise“ mit Freiheit gleichzusetzen. Ein Jahr Auszeit. Keine Arbeitstage. Keine Verpflichtungen. Verantwortung, ja – aber ganz anders. Viel Zeit für mich. Für meine Partnerin und für das was ich liebe beziehungsweise lieben gelernt habe. Die Zeit hat mich bereichert um viele Erfahrungen mit neuen Menschen, neuen Kulturen und neue Freunden. Ich bin daran gewachsen, Grenzen und Schwierigkeiten zu überwinden. Und ich habe die überragenden Landschaften dieser Erde gesehen! Und das jeden Tag aufs Neue. Fast 365 Tage hatten wir Zeit, um dieses Kapitel zu schreiben. Da sind verdammt viele Seiten bei rausgekommen :-)!

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Wer hätte gedacht, dass in das Kapitel die Bananen-Challenge aus Sri Lanka gehört?

ZWISCHENKAPITEL „FREIHEIT LIGHT
Durch unsere langsame Rückkehr über Spanien und Frankreich näherten wir uns der europäischen und deutschen Mentalität wieder an. Das tat gut. Ostern bei Ankes Familie war ebenfalls genau das richtige für uns, denn wir mussten uns erstmal um nichts kümmern, obwohl wir bereits in Deutschland waren. Die Gastfreundschaft und das fantastische Wetter ermöglichten uns, die ganze Zeit draußen zu sitzen und einfach zu genießen. Also fast wie auf unserer Weltreise :-). DANKE DAFÜR! 

Nach Ostern ging es nach Braunschweig. Ich hatte noch eine Woche Zeit bis mich der Arbeitsalltag erwartete. Wir zelebrierten dieses mini-mini-mini Kapitel „Freiheit light“ regelrecht. Das perfekte Wetter blieb uns treu – das machte es so viel einfacher! – und wir haben es voll ausgenutzt: Essen gehen, im Café sitzen, einen neuen Vlog schneiden oder ein Bierchen kaufen und in den Park chillen, wo wir im Sonnenschein in unseren Erinnerungen schwelgten und uns über das Erlebte austauschten. 

Auf Wohnung schrubben hatten wir gar keinen Bock und auf die ersten Verpflichtungen wie zum Arbeitsamt zu gehen, einen neuen Vertrag beim Stromversorger abzuschließen usw. auch nicht wirklich. Aber manches musste doch in den ersten Tagen gemacht werden … 

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Um manche Verpflichtungen in den ersten Tagen kam ich nicht rum, wie zum Beispiel mir wieder Schuhe für die Arbeit zu kaufen. Am liebsten hätte ich meine kaputten und ausgeblichenen Weltreise-Chucks im Büro weiter getragen.

Obwohl wir wieder in Braunschweig sind, habe ich in den ersten Tagen gemerkt, dass ich das Kapitel „Weltreise“ noch nicht abgeschlossen habe. Das habe ich bis heute nicht. Der Prozess bis ich realisiere was ich alles erlebt habe, ist noch nicht beendet. Auch die Videos unserer Reise, die ich noch zu Vlogs zusammenschneiden muss, versetzen mich immer wieder in diese Freiheit zurück. Doch auch wenn das Kapitel „Weltreise“ noch nicht fertig ist, muss es weiter gehen, mit einem neuen Kapitel über den Alltag nach der Reise. Mit dem Kapitel „Alltag 2.0“.

Dass ich gerade ein neues Kapitel schreiben muss, obwohl das andere noch nicht fertig ist, wirkt sich auf mein Fernweh aus. Doch dazu gleich mehr.

KAPITEL „ALLTAG 2.0“
Nach dieser freien Woche ist dann der Arbeitsalltag viel schneller gekommen als gedacht :-D. Ich habe wieder meine Aufgaben, für die ich verantwortlich bin. Aufgaben, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erledigt sein müssen. Termindruck. Ich bin wieder von anderen abhängig. Ich muss früh aufstehen und ich komme spät nach Hause. Dann mache ich vielleicht noch was für meine Bikinifigur, wir gehen einkaufen, kochen, essen und im Prinzip heißt es danach sofort “Gute Nacht“. Nächster Tag. Neues Glück. Fünfmal die Woche.

Wie war das nochmal mit „keine Verpflichtungen. Keine Verantwortung. Viel Zeit für mich. Für meine Partnerin und für das was ich liebe beziehungsweise lieben gelernt habe. ?!“ 

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Gääääähn … Was soll ich es beschönigen? Die erste volle Arbeitswoche mit Überstunden war anstrengend.

Es ist komisch und es macht traurig, die Freiheit nicht mehr so leben zu können, wie im Kapitel „Weltreise“. Durch die Arbeit nimmt Zeit wieder eine ganz andere Dimension an. Leider verbringe ich keine 24 Stunden á 7 Tage mit Anke und erlebe Abenteuer, lerne neue Leute im Hostel kennen und tausche mich über das Neue, das Erlebte, die krasse Landschaften und neue Pläne aus. Leider habe ich nicht mehr den ganzen Tag Zeit, um ein neues Video zu schneiden beziehungsweise meinen Hobbys nachzugehen. Leider kann ich nicht sagen, dass ich unter der Woche ausschlafen will. 

Natürlich vermisse ich die Weltreise und natürlich könnte ich auch mit den „Leider’s“ weitermachen. Und es ist eine Umstellung wieder da zu sein und all das nicht zu haben, was ich die letzten zwölf Monate hatte. ABER das heißt lange nicht, dass es nur negative Seiten des „Wieder Daseins“ gibt. 

Eines habe ich aus der Reise mitgenommen beziehungsweise mich darin definitiv nochmal verbessert: Positiv denken und einfach das Beste aus der Situation machen. Zurück zu sein ist auch schön! Ich sehe meine Freunde wieder. Ich bin in meiner Wohnung, in der ich einen Kühlschrank habe und mir jederzeit meine Snacks holen kann. Ich muss nicht verdursten, weil ich immer Wasser habe. Auch wenn Arbeiten nervig ist, mag ich meine Arbeit beziehungsweise die Möglichkeit mich weiterzuentwickeln und anderen zu helfen.

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Ja, es ist einfach nur ein Kühlschrank … aber es ist UNSER Kühlschrank und er gibt uns auch ein Stück Freiheit: Essen, wann immer wir wollen ohne großen Heckmeck!

Es ist schön, wieder da zu sein. Doch habe ich mich wieder eingelebt?

… jaein….. 

Ein Ja, weil ich wieder arbeiten muss. Nach mehr als 12 Monaten Freizeit. Das war schon ein sehr komisches Gefühl …. Während meiner ersten Wochen musste ich spontan mehrere Themen für eine Kollegin übernehmen, da sie krankheitsbedingt ausgefallen ist. Von entspannt ging es doch schneller als gedacht zum Überstundenaufbau. Viel früher als gedacht bin ich auf der Arbeit wieder da angekommen, wo ich aufgehört habe. 

Doch privat bin ich das nicht. Ich stehe nicht da, wo ich vor der Reise aufgehört habe. Das will und kann ich auch nicht. Auf der Reise haben wir so viel erlebt und so viele Erfahrungen sammeln dürfen. So viele verschiedene Lebensweisen und Kulturen kennenlernen dürfen. Menschen getroffen, die viel weniger haben und trotzdem die ganze Zeit lächeln oder einem weiterhelfen, ohne dafür was zu verlangen. Wir durften Landschaften bewundern, die wir in genau dem Zustand unseren Kindern in der Zukunft zeigen wollen. 

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Faszinierende Tierwelt im Dschungel in Indonesien. So etwas wollen wir später unseren Kindern zeigen können!

Das alles sind für mich kleine Puzzleteile, die ich gesammelt habe und aus denen ich versuche ein Bild zusammenzusetzen. Ein Bild, das ich im Vorfeld noch nie gesehen habe. Mit jedem Puzzleteil, das dazu kommt, rattert mein Kopf. Rattert…..und rattert. Ich versuche das Bild zu entziffern. Dabei fange ich an mein altes Leben beziehungsweise (meine alte) Lebensweise zu hinterfragen und merke auch gleichzeitig wie gut wir es hier in Europa beziehungsweise Deutschland haben.

Ich frage mich: Was ist mir im Leben wichtig? Warum sind die Menschen in Deutschland / Europa so negativ? Muss ich den neusten und größten Fernseher kaufen oder überhaupt einen haben? Lohnt es sich wirklich, 20+ Stunden täglich für viel Geld auf dem Konto zu arbeiten, ohne später überhaupt die Zeit zu haben, um das Geld für das auszugeben, was ich liebe? Was kann ich für die Umwelt und unsere Erde tun, damit ich noch weitere Puzzleteile finden kann und meine Kinder die Welt noch genauso erleben können wie wir?

Die Reise hat also viel in meinem Kopf gemacht. Beispielsweise bin ich mir nochmal bewusster geworden, dass Materialismus nichts für mich ist. Oder ich bin mit neuen Ideen und Hobbys nach Hause gekommen und habe sofort angefangen, sie umzusetzen.

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Wie anders das Leben der Nomaden in der Mongolei ist, im Vergleich zu unserem in Deutschland. Wir haben uns nie Gedanken darüber gemacht, dass diese Art zu Leben in anderen Ländern ganz normal sein könnte.

Je länger ich die Antwort suche, desto mehr Gedanken und Ideen kommen mir in den Kopf. Es ist fast, als würde einem der Kopf gewaschen werden. Ob du es willst oder nicht. Und wir sind voller Energie, das in unserem neuen Kapitel umzusetzen.

Die alte Lebensweise gibt es so nicht mehr so wie sie war. Sie ist neu alt. Daher sagen Anke und ich immer „Willkommen in unserem NEUEN ALTEN LEBEN.“ Ein Leben, das uns Spaß und glücklich macht. 

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Unser neues altes Leben: Im Garten hinter unserem Haus so eine Kokosnuss aufknacken, wie wir es in Sri Lanka gelernt haben.

Trotz der Veränderung sind wir froh, dass einiges so geblieben ist, wie es vorher schon war. Unsere Familien, unsere Freunde und auch unsere Wohnung sind uns sehr wichtig und wir sind happy sie wieder um uns zu haben :-).

 


HABT IHR GERADE FERNWEH?


Wir haben überlegt, ob wir diese Frage noch dazu nehmen, nachdem wir ausführlich darüber berichtet haben, wie es für uns ist, wieder zurück zu sein. Beide Fragen scheinen auf den ersten Blick auf das gleiche hinauszulaufen, doch sobald wir darüber nachdenken, ist das doch nicht der Fall. Ihr werdet sehen …

ER ANTWORTET 🧑🏼: Bevor wir in Deutschland ankamen, haben wir sehr oft zueinander gesagt, dass die Reise noch viel länger gehen könnte. Ein kleiner Zwischenstopp in Deutschland wäre okay: Familie und Freunde besuchen und dann wieder los. So weit weg wie möglich: Kanada, Neuseeland? Oder doch nochmal in eines der Länder, das wir bereits bereist haben und das wir noch intensiver erleben wollen? Das wäre ein Traum! 

Nach meinen ersten Arbeitswochen merke ich, dass ich aktuell keine längere abenteuerliche Fernreise machen wollen würde. Und es tut schon fast weh, wenn ich mir Neuseeland-Vlogs von anderen angucke, Bilder aus Patagonien betrachte oder Vorträge über Norwegen anhöre! Freunde?! Ein Roadtrip mit einem Van durch Norwegen, das……das muss einfach der H.A.M.M.E.R!!!! sein! 

Mein Kopf sagt mir trotzdem: Noch nicht! Du bist noch nicht so weit.

Und das stimmt auch. Ich habe die Weltreise noch überhaupt nicht realisiert. Das Kapitel „Weltreise“ ist noch lange nicht abgeschlossen. Und dieser Prozess dauert sehr lange. Manchmal fühlt sich alles an, als wäre das auf Eis gelegt. So, als ob ich das Erlebte doch nicht erlebt hätte, weil ich vom Alltag so eingeholt werde. Irgendwie ist es dann nicht greifbar – es sei denn, ich fasse unsere Kaffeekanne aus dem Oman an :-P.

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Ja, wir haben nicht nur eine, sondern gleich zwei große Thermoskannen aus dem Oman mitgeschleppt. Plus diesen Eiffelturm aus Paris! Beste Souvenirs ever! (natürlich neben dem Coconut Sraper aus Sri Lanka, den Stäbchen und dem Schweinchen-Talisman aus Singapur und dem Fake Food aus Japan) 😀

Das klingt alles komisch, ich weiß. Aber ich kann das auch nicht so wirklich in Worte fassen.

Fakt ist, dass ich noch so viel Videomaterial und so viele Vlogs zu schneiden habe. Und die Videos helfen mir zu realisieren. Der Austausch mit Anke und mit anderen Reiseverrückten hilft auch. Deswegen lasse ich mir Zeit, bevor ich mich in neue Kulturen und Länder hineinschmeiße. Es wäre viel zu früh, das Hirn mit diesen neuen gewaltigen Eindrücken zu belasten und die Schönheit der Erde nicht 1:1 einsaugen und genießen zu können.

Klar, ganz ohne Reisen wird es bis dato natürlich nicht gehen. ich freue mich mega auf unseren nächsten Wochenend- oder Städtetrip. Oder auf den nächsten Urlaub in … keine Ahnung wo …

Erst wenn das Kapitel „Weltreise“ abgeschlossen ist, bin ich auch bereit mich nach dem Kapitel „Alltag 2.0“, in dem ich irgendwann auch die letzten Sätze schreiben werden, dem nächsten Kapitel zu widmen. Und wer weiß, was dann kommt? Ich bin gespannt!

SIE ANTWORTET 👩🏻Mir geht es ganz ähnlich wie Przemek. Als mich jemand das erste Mal nach der Reise fragte, ob ich Fernweh hätte, habe ich mich selbst über meine eigene Antwort gewundert. Denn die lautet auch ganz klar: Nein, habe ich gerade nicht. 

Wenn mir jetzt jemand sagen würde: „In einer Woche geht’s wieder nach Asien“, dann wäre mir das zu früh. Ich würde mich überrumpelt fühlen und wäre noch nicht bereit. Klar, die Weltreise vermisse ich schon. Aber nicht das Reisen selbst. Warum ist das so?

Ich habe in den letzten Wochen darüber nachgedacht und ich denke, die Antwort ist, dass auch ich unsere Weltreise noch nicht verarbeitet habe.

Klar, wir sind wieder zurück. Das ist eindeutig. Das merke ich. Aber auch ich habe noch nicht mit der Reise abgeschlossen. Irgendwie seltsam. Ich weiß, dass es vorbei ist. Aber ich fühle es noch nicht richtig. Ich habe das Gefühl, als würden noch ganz viele Türen hinter mir offen stehen, die ich erst nach und nach schließen muss, bevor ich eine neue Tür, die zu einer neuen (Fern)-Reise führt, öffnen kann. Das erste Mal ist mir das bewusst geworden, als ich diesen Post auf Instagram verfasste.

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Wir müssen euch etwas gestehen: wir sind bereits seit Ostern wieder zurück in Deutschland. Zurück in unserem neuen alten Leben, wie wir es jetzt nennen. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Hinter uns liegt eine einfach nur wunderschöne Weltreise. Wir haben so viel erlebt, haben so viel gelernt und können kaum glauben, dass das alles tatsächlich passiert ist. Können andererseits aber auch kaum glauben, dass es nun auch vorbei sein soll. Wie es war zurückzukommen? Wie wir uns einen Monat nach unserer Rückkehr wieder eingelebt haben? Dazu kommt bald eine ausführliche Antwort. Sozusagen als Folge 2 unseres Interviews mit uns selbst (Folge 1: Halbzeitinterview -> link in der bio). ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Wo die restlichen Geschichten unserer Reise auf unserem Blog und Vlog bleiben? Wir arbeiten dran und sie werden kommen! Bleib also dran: Ihr werdet weiter von uns hören 😉. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ #heimkehr #nachderweltreise #weltreiseende #weltreise #deutschland #zurück #back #backpacking #travelcouples #germany #braunschweig #blogger_de #vlogger_de #weltbeats #behindthescenes #hinterdenkulissen

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Zu dem Zeitpunkt waren wir bereits seit vier Wochen wieder in Deutschland. Nur waren wir auch auf Instagram in Verzug gewesen. Das haben wir uns aber auch guten Gewissens eingeräumt. Als ich dann, einen Monat nach unserer Rückkehr, diesen Text formulierte und auf „Share“ drücken wollte, überkam mich eine tiefe Traurigkeit. Es fühlte sich so an, als würde etwas Großes enden. Dabei haben wir nur darüber geschrieben, was bereits passiert ist.

Auch während ich das Intro dieses Beitrags schrieb und die Worte „Es ist soweit. Es ist vorbei. Nach unserer einjährigen Weltreise sind wir tatsächlich seit Mitte April wieder in Deutschland. Kaum zu glauben. Wir wohnen wieder in unserer Wohnung ….“ tippte, ging mir das nah. Denn auch hier steht jetzt schwarz auf weiß, dass die Reise vorbei ist. Wir sind zurück.

Du siehst, die Rückkehr ist ein Prozess und ich bin der Meinung, dass sich jeder Rückkehrer bewusst dafür Zeit nehmen sollte. Ich denke viel darüber nach, horche in mich hinein und gönne mir das, was mir gerade gut tut (was natürlich in meinen Fall besonders leicht ist, da ich die Zeit habe). Und während ich an diesem Beitrag arbeite merke ich auch, dass es extrem hilft, darüber zu schreiben.

So ein Text pusht, das, was irgendwo im Kopf umherschwirrt, zu benennen. Es in Worte zu fassen. Den Finger drauf zu legen. Gedanken zu Ende zu denken und dir selbst die Frage zu beantworten: Warum geht es mir gerade so, wie es mir geht? Das runterzuschreiben ist schwierig und braucht viel Zeit, doch es ist eine starke Basis dafür, dich und deinen Partner nach so einer Veränderung (noch) besser zu verstehen.

 


HABT IHR EUCH DURCH DIE REISE VERÄNDERT?


👩🏻🧑🏼: Kommen wir jetzt zu einem ganz anderen Thema. Wir haben es ja nun mehrfach angedeutet. Ja, es hat sich etwas geändert. Wir haben viele Denkanstöße mitgenommen, aber wir haben vor allem neue Prioritäten in unserem Leben gesetzt, haben eine neue Sichtweise auf bestimmte Dinge und haben ein neues Hobby dazu gewonnen.

Die größte offensichtliche Veränderung ist: Wir sind jetzt beide VegetarierPlus. „+“, weil wir zumindest zuhause zusätzlich die einen oder anderen tierischen Produkte durch vegane Optionen ersetzen. Mh … vielleicht sollten wir dann eher VegetarierMinus sagen? Egal. Du weißt, was wir meinen. 

Wer uns kennt oder wer unsere Reise verfolgt hat, wird vielleicht denken, dass das bei Anke jetzt nicht sooo überraschend ist, aber von Przemek hätte das wohl keiner erwartet. Was unseren Fleischverzicht an sich angeht, haben wir übrigens das Gefühl, dass das für einige Leute teilweise ein viel größeres Ding ist als für uns selbst. Aber das ist eine andere Geschichte.

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Tintenfisch-BBQ in Ho Chi Minh City, Vietnam. Hätte uns zu dem Zeitpunkt jemand gesagt, dass Przemek einige Monate später Vegetarier sein wird … das hätten wir ihm NIE geglaubt!

Weshalb wir euch das erzählen, ist, weil hinter dieser Entscheidung eine viel größere steht: Wir wollen nachhaltiger und bewusster leben bzw. wir tun es bereits. 

Große Worte. Doch was steckt dahinter und wie ist es zu dieser Entscheidung gekommen? 

Ein ganz großer Hebel wurde bei uns im Oman umgelegt. Vorher gab es Situationen, wo an diesem Hebel bereits gezupft wurde, doch dieses Mal wurde er mit einem großen Rums umgeworfen. Während wir auf unserem zehntägigen Roadtrip über Masirah Island mit ihrer unglaublichen Landschaft fuhren und einen Schlafplatz suchten, fanden wir keinen Fleck, der nicht zugemüllt war.

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Dieses Bild bot sich uns überall auf der fast unberührten Insel Masirah Island im Oman. Und hier  legen Schildkröten während der Brutzeit ihre Eier zwischen Plastikflaschen und -tüten. Was uns besonders beschäftigte: Letztere halten die Schildkröten für Quallen, ihre Leibspeise, und ersticken an den Plastiktüten.

Plastikflaschen und -müll noch und nöcher. Überall! Und diese Strände, die übersät waren von Müll, waren Brutplätze für Schildkröten. Ja, das haben wir auch alles schon einmal gehört. Alles schon einmal im Fernsehen gesehen. Auch Strände, die noch vermüllter sind (ist das überhaupt ein Wort?). Aber es an diesem abgelegenen, wunderschönen Fleckchen Erde mit eigenen Augen zu sehen, das ist etwas anderes.

Dieses Gefühl der Ohnmacht, nichts gegen die Verschmutzung der Insel ausrichten zu können, traf uns. Es waren einfach zu viele Plastikflaschen, als dass wir alle hätten aufsammeln könnten. Das passierte nicht irgendwo weit entfernt, sondern direkt vor uns. Denn wir waren nun an einem dieser weit entfernten Orte. Und es ist real.

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Wir haben zumindest die wenigen Meter zwischen unserem Campingspot und dem Meer von Plastikmüll befreit. Innerhalb kürzester Zeit war der Raum hinter dem Fahrersitz voll.

Irgendwann fanden wir einen Spot, der akzeptabel war (das ist übrigens der Ort auf dem vorherigen Bild. An anderen Stellen war es noch schlimmer). Normalerweise stiegen wir sofort aus dem Auto und bauten unser Zelt auf, so sehr freuten wir uns über die Freiheit und die Landschaft. Doch hier saßen wir erst einmal mit schlechter Laune im Auto, so sehr nahm uns das Bild mit, das sich uns bot. 

Als wir uns dann aufrafften und zumindest den Weg zwischen unserem Zelt und dem Meer vom Müll befreit hatten, lagen wir lange auf der Matte vor unserem Zelt und redeten über das, was wir gesehen haben und was es bedeutet. Wir kamen von Plastik auf Nachhaltigkeit, auf Klimawandel und auf Veränderung unseres eigenen Lebensstils. 

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Hier an diesem einsamen Ort auf Masirah Island kam alles ins Rollen.

Von da an recherchierten wir immer weiter zu den Themen, sprachen viel drüber und uns wurde klar: Wir wollen und müssen unseren Beitrag zur Zerstörung unseres Planeten reduzieren. Sich vorzumachen, dass es möglich wäre, absolut keinen Beitrag mehr dazu zu leisten, wäre utopisch. Außer vielleicht man lebt nackig als Jäger und Sammler alleine im Wald. Aber das wollen wir dann doch nicht.

Diese Erkenntnis, dass wir immer etwas falsch machen werden, ist auch ziemlich deprimierend, doch davon wollen wir uns nicht abhalten lassen, überhaupt etwas zu tun. Also tun wir es Stück für Stück. So gut es geht. Und an diesem Punkt stehen wir gerade und es macht uns glücklich und auch etwas stolz.

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Wir haben nicht nur unser Essverhalten seit unser Rückkehr umgestellt, sondern auch wie wir einkaufen. Dabei versuchen wir so gut es geht auf Plastik zu verzichten und regional zu kaufen. Klappt natürlich nicht immer. Aber Stück für Stück wird’s immer besser :).

Neben diesem Schlüsselmoment gab es noch viele weitere, die ein Umdenken in uns hervorgerufen haben bzw. die Gedanken, die wir auf Masirah Island hatten, bestätigt und verstärkt haben. Die ebenfalls eine wichtige Rolle bei unserer Umstellung spielen. Doch von denen erzählen wir euch ein andermal. Das würde jetzt den eh schon gesprengten Rahmen noch weiter sprengen. An dieser Stelle: Schön, dass du bis hierhin durchgehalten hast :)!

Du siehst, diese große Veränderung und unsere neu entdeckte Leidenschaft für das Vloggen und Bloggen (was wir über unsere Reise hinaus noch weiterführen möchten), sind der Grund, warum wir von unserem „neuen alten Leben“ sprechen. Es ist unsere Reise nach der Reise und wir würden uns freuen, wenn du uns dabei weiterhin begleitest :).

 


WIE VIEL HAT EURE WELTREISE GEKOSTET?


👩🏻🧑🏼: Eine Frage, die uns ebenfalls oft gestellt wurde – wenn auch vorsichtiger als die vorherigen. Auf die Antwort musst du (leider) erst einmal noch etwas warten, denn wir wollen auch diese ausführlich beantworten. Warum? Wir möchten dir zeigen, dass eine solche Reise aus rein finanzieller Sicht keine Sache der Unmöglichkeit ist! 

Okay, ein bisschen was verraten wir doch schon mal: Wir haben eine Punktlandung hingelegt und unser Budget (+4 Euro) genau getroffen.

 


WIE GEHT ES JETZT MIT WELTBEATS WEITER?


👩🏻🧑🏼: Ihr habt es schon rausgehört – wir werden unser Ende zu Ende schneiden und schreiben und mit dir bis nach Hause reisen. Auch wenn wir jetzt wieder in Deutschland sind hoffen wir, dass du dranbleibst und dich weiter von uns in ferne Welten entführen lässt, bis wir nicht nur körperlich in Braunschweig angekommen sind, sondern du auch mit uns digital.

Doch auch danach möchten wir weitermachen, denn wir haben noch viele Ideen, die wir auf unseren Kanälen umsetzen wollen, sobald wir alle Geschichten unserer Weltreise erzählt haben. 

Praktisch unsere Reise nach der Reise. Ach ja … und reisen im klassischen Sinne werden wir natürlich auch wieder. Ist doch klar. Der Stift für das nächste Kapitel liegt schon bereit!

Apropos Stift .. äh Mauszeiger .. äh … verdammt … jetzt kriegen wir keinen geschickten Übergang hin. Also jetzt einfach mal direkt und plump (seht es uns nach, die geschickten Formulierungen sind uns bei der Textlänge ausgegangen):

📖 … wenn du es bis hierhin geschafft hast, dann liest du doch bestimmt gerne (ha, da war doch noch eine). Für noch mehr Texte (die werden auch kürzer, versprochen!) kannst du da ganz unten ↓ deine E-Mail-Adresse eingeben und du erhältst bei einem neuen Blogbeitrag eine Benachrichtigung direkt ins Postfach.

🎥 … für unsere restlichen Weltreise Vlogs und die Videos, die danach folgen werden, gibt’s sowas ähnliches natürlich auch auf Youtube. Einfach hier klicken und auf „abonnieren“ drücken.

⏰ … wer auf diese beiden Optionen keinen Bock hat, kann hier und dann auf „Like“ klicken. Da geht’s auf unsere Facebook-Seite, wo wir sowohl die neuen Blogs als auch die neuen Vlogs posten.

🔮 … man mag es kaum glauben, aber auf einem unserer Kanäle sind wir jetzt schon up-to-date und berichten einen Schwank aus unserer Reise nach der Reise, unserem neuen alten Leben: Auf Instagram.

#marketingende (puh, damit tun wir uns schwer, aber jetzt weißt du zumindest, wo es was von uns zu sehen und zu hören gibt und du kannst wählen, worauf du Bock hast. Vielleicht ist ja was für dich dabei).

Jetzt ist aber wirklich kein gekonnter Übergang mehr drin. Deshalb:

DANKE UND BIS ZUM NÄCHSTEN MAL!

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Grüße japanesestyle vom Braunschweiger Burgplatz. (Juni 2019)

 



Bist du auch von einer länger Reise zurückgekehrt? Wie war es für dich? Was fiel dir schwer? Was hat dir geholfen?

Lass uns gern ein Kommentar über deine Erfahrungen da. Es würde uns sehr interessieren, wie es anderen Reiserückkehrern ergangen ist!

3 Gedanken zu „NACH DER WELTREISE ZURÜCK IN DEUTSCHLAND – INTERVIEW MIT UNS SELBST

  1. Hi ihr Beiden,
    ich lese mit Freunde seit euren ersten Tagen eure Reise und das Abenteuer einer Weltreise. Im Gedanken und in den unglaublich schönen Bilder, Videos und Texten war ich gefühlt immer bei euch und bin mitgereist. Das war aber nur möglich, weil ihr beiden richtig coole Socken seid. Total reflektiert, kommunikativ und die Freude habt mich und viele andere an eurem Erlebnissen teilhaben zu lassen.
    Ich finde mich so oft in euren Berichten und auch gerade das Interview wieder und denke in sehr vielen Dingen wir ihr. Das unglaublich das gerade zu lesen und zu denken, genau so war es auch bei mir. 🙂 Es fühlt sich gerade soooo schön wohlig, warum und sonnig an euch zu zuhören.
    Meine Weltreise ist über 8 Jahre mittlerweile her, aber sie prägt mich heute noch und durch euch denke ich viele intensiver wieder nach über die Lehren der Reise, die Dankbarkeit, die Wertschätzung, Bescheidenheit usw.
    Es ist sehr schön und gut sich das immer mal wieder vor Augen zu führen, denn auch ihr werdet irgendwann von eurer Umwelt wieder gepackt und beeinflusst und aus dem Flow der Reise gerissen. Aber verloren habe ich den Flow nie, nur das er einfach aus der Perspektive gerückt ist. Und dank euch habe ich die Wiederfinden können.
    Dank euch für diese extrem geile Dokumentation und Anke gefühlt ist das auch genau dein Ding. Das hatte ich schon zu Beginn immer gedacht, das du eine unheimliche Leidenschaft für die Medien hast. Machst es genau richtig!
    Lieben Gruß aus Münster
    Jenson

    Gefällt 1 Person

  2. Hej ihr Beiden,
    schön euch wieder gesund und beseelt in Braunschweig zu sehen. Ich habe eure komplette Reise mitverfolgt und die war einfach unglaublich schön. Ihr habt es immer wieder geschafft mich zu berühren, mich abzuholen und mit euch zu reisen. Quasi an eurer Seite zu stehen und mitzuerleben wie ihr euch fühlt in dieser Vielfalt an Kulturen, Menschen, Gesellschaften und Erlebnissen.
    Ich hatte gestern schon so einen schönen Text geschrieben, aber irgendwie wurde der nicht angenommen und da war ich gerade total berührt und schade um die wirklich schönen Worte von mir. 🙂
    Ich probiere es noch einmal jetzt. Erstmal ein riesen Kompliment wie ihr eure Reise gemeistert habt und welchen Mut und Risiko ihr eingegangen seid, diesen Schritt für euch zu machen. Ihr spürt vermutlich gerade, wie unglaublich wertvoll dieser Schritt ist. Weil sich genau in den ersten Tagen und Wochen nach so einer Reise die Unterschiede vor der Reise auftuen. Ich hatte dieses krasse Erlebnis, dass ich immer dachte, wie heftig man sich selber kennengelernt hat und sich unglaublich weiterentwickelt hat. Gerade der Kontrast wieder in sein “Altes..Neues… Neues Altes” 😉 Leben zurück zu sein und direkt zu spüren wie es sich noch besser und intensiver anfühlt als vorher. Das du erstmal Arbeitslos bist, geht dir vermutlich so locker von den Lippen, dass wäre vermutlich vor 15 Monaten anders gewesen. Zumindest hat sich für mich in der Betrachtung von Situationen und der Einstellung zum Leben vieles sich sehr positiv verändert. Man ist gelassener und weiß aus der Reiseerfahrung “Es geht immer weiter, es gibt immer einen Weg… und Morgen geht die Sonne auch wieder auf”.
    Meine Weltreise ist 8 Jahre her mittlerweile und ich habe 403 Tage die Welt bereist wie ihr und kann sehr gut nachfühlen wie es euch gegangen ist und gerade auch ergeht. Ich mag eure Berichte sehr gerne lesen, gerade das Interview nach der Reise. Weil ihr beide extrem gut reflektiert und eure Gefühle zum Ausdruck bringt. Eure Rückkehr ist extrem gut gelungen, ich hatte damals auch die Idee einer Soft Rückreise, aber durch die Hochzeit meines Bruders sind die Pläne verschoben worden. Gerade weil ihr genau diesen Weg gewählt habt, denn ich auch gerne genommen hätte und ich ihn nun aber bei euch mitverfolgen kann, ist es umso schöner. 🙂
    Freue mich unheimlich zu hören, zu lesen, das ihr in so vielen Dingen genau wie ich fühlt. Eurer positiver Spirit “zu etwas hingelaufen” und die generelle Betrachtung steckt mich gerade total an und ich muss schmunzel darüber. Für mich persönlich war es auch eine unvergessliche Zeit, die einem für das Leben immer prägt und man so extrem daran gewachsen ist und der Horizont weit und weiter geworden ist. Gerade die ersten Wochen und Monate lassen den wiedergewonnen Alltag so klein erscheinen. Den ihr denkt bei Stress oder bei schlechter Laune wegen Regen, an eure riesen Kiste mit Erlebnissen und seht euch kurz wieder in der Monogeil auf der Farm und strahlt dabei. Erhaltet euch und konserviert euch so lange wie möglich eurer positiven Spirit, denn der ist so wertvoll und den fühle ich aus so vielen Bildern eurer Reise raus und genau das liebe ich an euren Blog.
    Ich habe den Spirit versucht lange in mir zu tragen, dass verblasst schon mit der Zeit. Aber man gewinnt ihn auch immer wieder zurück durch neue Reisen oder durch das Berichten und Erzählen der Abenteuer. Ich habe ihn auch nach 8 Jahren nicht verloren, jedoch muss ich in ab und zu schon länger suchen und habe ihn zwischenzeitlich verloren.
    Und eins steht unausweichlich fest, wir MÜSSEN uns mal irgendwann, irgendwo treffen. Denn ich möchte eure Geschichten live hören und eure Augen dabei strahlen sehen. 🙂
    Und Anke mega gut, dass du die Ausbildung machst. Du hast eine unheimlich Leidenschaft für Medien und diese Seite ist der lebendigste Beweis dafür. Ich dachte mir bei deiner Beschreibung der aktuellen Situation nur… das ist verdammt richtig!!!
    Fühlt euch ganz lieb gedrückt und bis bald
    Jenson

    Gefällt 1 Person

    1. Hey Jens, wow! Wir sind ganz gerührt von deinen unendlich lieben aber auch inspirierenden Worten (die wir jetzt sogar gleich zweimal haben 😉 – der Kommentar wurde scheinbar doch übernommen. Aber wir wollen uns da nicht beschweren hihihi).

      Wie krass und wie schön, dass dich unsere Berichte über unsere Reise weiterhin so mitgenommen haben und es ist auch echt toll zu hören – und ja, auch ermutigend – dass du jetzt, nach 8 Jahren nach deiner Reise, immer noch etwas daraus mit dir trägst. Wir können uns gut vorstellen, dass sich der Spirit nach und nach von der Oberfläche zurückzieht, er aber immer im Herzen bleibt. Und wenn er sich irgendwo tief drin versteckt und auch mal wieder rausgekitzelt werden muss. Dass er dich immer noch prägt und dass das wohl auch dein – und dann auch unser – Leben auch weiterhin prägen wird. Und wir freuen uns so extrem, dass du ihn durch unsere Berichte wiedergefunden hast! Wow! Ein besseres Feedback oder einen schöneren Effekt könnten wir uns gar nicht vorstellen!

      Wie du schon geschrieben hast – wir merken in den letzten Tagen nach unserer Rückkehr, dass die Reise doch irgendwie mehr mit uns gemacht hat, als wir gedacht haben. Wir sind auch sehr gespannt, wie sich das in den nächsten Monaten und Jahren zeigen wird.

      Wir müssen uns auf jeden Fall treffen und einfach mal quatschen! Kriegen wir auf jeden Fall hin!
      Ganz ganz liebe Grüße zurück!!! Anke und Przemek!!!

      P.S. von Anke: Oooh danke!! Es freut mich extrem, dass man merkt, wie viel Spaß mir das Basteln mit den verschiedenen Medien macht! Ich bin auch fest davon überzeugt, dass diese Ausbildung genau das richtige ist 🙂 (es ist aber auch sehr schön, es von anderen zu hören 🙂 🙂 )

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