Und? Wie war’s in den Vereinigten Arabischen Emiraten?

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Die Vereinigen Arabischen Emirate waren unser erstes arabisches Land, in dem Muezzin zum Gebet ruft und wo der Reichtum keine Grenzen zu haben scheint. Wie es uns kleinen Backpackern mit schmalem Budget in dieser Welt ergangen ist und ob uns Abu Dhabi oder Dubai besser gefallen hat, verraten wir dir jetzt!

 


UNSERE VEREINIGTEN ARABISCHEN EMIRATE
IN „ZAHLEN“


WÄHREND UNSERER 8 TAGE IN DEN VAE …

… sind wir so unendlich viele Kilometer gelaufen, dass die Knöchel schmerzten.
… musste Anke 1 Mal Haare und Körper bedecken
… hatten wir 1 Pool auf dem Rooftop unseres Hotels
… standen wir oft mit offenen Mündern herum
… haben wir 1 toten Hai auf dem Fischmarkt in Abu Dhabi gesehen und umso mehr lebendigere in der Dubai Mall in Dubai
… stand auf einmal 1 Dino in einem Einkaufszentrum
… waren wir auf dem 1. rechten Palmenblatt Dubais berühmter Palmeninsel

Knapp eine Woche erkundeten wir Abu Dhabi und Dubai – auch abseits der Wolkenkratzer – und nun können wir euch wie immer die Frage beantworten:

Und? Wie war’s in den Vereinigten Arabischen Emiraten?

 


DIE KLEINEN DINGE IM GROSSEN


Wer uns kennt, weiß, dass wir uns nicht viel aus Luxus machen.
Wir würden sogar sagen gar nichts.

Statt in einem fancy Restaurant essen zu gehen, in dem einem der Stuhl unter den Hintern gerückt wird, probieren wir lieber Kamelmilch aus dem Supermarkt.

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Wir probieren erstmals Kamelmilch. Ein leichter Hauch von Ziege schwingt mit, doch es schmeckt uns nicht wirklich.

Statt ein Ferrari zu mieten, freuen wir uns über Wüstensand, den es auf den Bordstein geweht hat. Im Emirates Palace einen Kaffee mit 24-karätigem Goldstaub zu trinken, nur weil man’s kann, halten wir für sinnlos und begnügen uns damit, in den Nebengassen auf Dubai berühmter Palmeninsel einen Blick auf die Privatstrände zu werfen.

Okay, wir geben zu, am liebsten hätten wir auch unsere Füße dort ins Meer gehalten, was unsere eigentliche Mission war. Aber auch so hatten wir unseren Spaß.

 


ABU DHABI ODER DUBAI?


Welche dieser beiden unwirklichen Städte uns besser gefallen hat? Wenn wir uns entscheiden müssten, würden wir wahrscheinlich Dubai sagen, aber nur, wenn wir die Sheikh Zayed Moschee aus Abu Dhabi mitnehmen dürfen. Denn diese Moschee gehört zu den schönsten Bauwerken, die wir jemals gesehen haben. Du willst Beweise? Wie hättest du sie gerne? Als Foto – oder als Video?

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Ist die Sheikh Zayed Moschee nicht einfach der Wahnsinn?

Es scheint so, als würde Dubai immer einen oben drauf setzen wollen. Das ist schon faszinierend und ließ uns oftmals staunen. Das höchste Gebäude der Welt. Eine der größten Einkaufszentren der Welt. Diese völlig verrückte Palmeninsel und der Jachthafen im Stadtteil Dubai Marina, der nur schreit „hier gibt es so viele reiche Menschen mit teuren Jachten, wir können einen ganzen Hafen füllen“. Hier ist alles „groß, größer, Dubai“.

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Das höchste Gebäude der Welt! Für dieses Foto musste sich Anke auf den Boden legen, da sie sonst (trotz Weitwinkel) nicht die Spitze des Burjis drauf bekommen hätte.

Du möchtest mehr von diesem Glamour durch die Augen zwei kleiner Backpacker sehen? Den Blogbeitrag über Dubais Wahnsinn der Superlativen findest du hier und das dazu passende Video hier.

Doch beide Städte haben auch ihre „unbekannteren“ Ecken, in die wir euch in unseren Vlogs mitnehmen (Abu Dhabi | Dubai). In Abu Dhabi schlenderten wir vom Gemüse- zum Dattel- zum Teppich- bis zum Fisch-Souq und sind völlig geflasht von einer Flugshow, die auf einmal den Himmel bunt färbt.

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Red Bull Air Race in Abu Dhabi. Hatten wir nicht erwartet, War umso schöner!

In Dubai schlürften wir erstmals Kaffee, wie er auf der arabischen Halbinsel getrunken wird – mit Cardamon – erfuhren über die rasante Entwicklung der Stadt im sehr anschaulichen Dubai Museum.

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Noch vor wenig hundert Jahren lebten die Emiratis fast ausschließlich als Beduinen.

 


DER EINFLUSS DES ISLAM IST DEUTLICH SPÜRBAR


Auch wenn wir deutlich mehr Nicht-Emiratis auf den den Straßen sehen – also eigentlich kaum – ist der Islam deutlich präsent. Der Muezzin ruft zum Gebet. Wir sehen erstmals Frauen in Abayas (schwarze, weite Gewänder, die über der Kleidung getragen werden) und teilweise auch Niqab (Gesichtsschleier) auf der Straße. Frauen und Männer sitzen in Bussen getrennt voneinander. Benimmregeln an den Eingängen der Einkaufszentren ermahnen Besucher sich angemessen zu verhalten und zu kleiden. Schultern und Knie sollten bei Männern und Frauen bedeckt sein. Umso verwunderter waren wir, als wir sowohl in Dubai als auch in Abu Dhabi Frauen, die keine Emiratis waren, mit kurzen Kleidern und Hot Pants auf der Straße sahen.  In der Moschee müssen die Frauen zusätzlich ihre Haare bedecken und ein weites Gewand tragen. Händchenhalten in der Öffentlichkeit ist nicht erlaubt und Küssen schon gar nicht. 

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Benimmregeln für die Touristen in der Marina Mall in Abu Dhabi.

Am schwersten fiel es uns tatsächlich, keine Zuneigung zu zeigen. Keine kleine Umarmung. Kein Köperkontakt auf der Straße. Vorsichtshalber hielten wir noch einmal etwas mehr Abstand voneinander, als wir sonst unterwegs sind. Sobald wir im Hotelzimmer waren, gab’s erstmal ne Umarmung und ein Küsschen.

Grundsätzlich denken wir, dass wir als Besucher in einem fremden Land die Gepflogenheiten der Kultur respektieren und diese so gut wie möglich einhalten sollten. Schließlich erwarten wir auch genau das, wenn Menschen nach Deutschland kommen. Wenn wir gar nicht mit den Bestimmungen und Vorschriften klar kommen würden, dann sollten wir uns ein Land auch nicht als Reiseziel wählen. Unsere Meinung. So, kleines Statement nochmal zum Schluss.

Kommen wir nun zu …

 


UNSERE ANTWORT IN KURZ


ES WAR EIN PERFEKTER EINSTIEG IN EINE UNS FREMDE KULTUR UND RELIGION, ABER …

… so ganz konnten wir das Land nicht greifen. Auch wenn wir fasziniert waren von den Dimensionen der Städte und Bauwerke (allen voran das Burj Khalifa), fehlt uns etwas. Wir haben das Gefühl, eine besseren Eindruck über das Land durch eine Doku gewonnen zu haben, die wir uns gleich nach unserer Ankunft angesehen haben, als durch unsere Zeit hier selbst.

In Abu Dhabi und Dubai ist alles neu. Alles ist prunkvoll. Der Wunsch nach groß und noch größer lässt die Vergangenheit für den Besucher verschwinden. Die Städte sind Städte der Zukunft, nicht der Vergangenheit. Doch das ist verständlich wenn einem bewusst wird, dass es hier vor wenigen hundert Jahren nur Sand gab.

Apropos Sand!
NEXT STOP: OMAN (Spoiler-Alert: Wir werden in der Wüste stecken bleiben)

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